{"id":53,"date":"2008-12-24T16:52:29","date_gmt":"2008-12-24T16:52:29","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.benny-baumann.de\/?p=53"},"modified":"2008-12-24T17:29:23","modified_gmt":"2008-12-24T17:29:23","slug":"kein-titel-bisher","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.benny-baumann.de\/?p=53","title":{"rendered":"\u00dcber die Herangehensweise"},"content":{"rendered":"<p>Manche Diskussionen sind einfach nur hirnrissig. Nicht vom Inhalt, denn da k\u00f6nnen sie durchaus spannend und unterhaltsam sein, aber von der Argumentationsf\u00fchrung. So wie die Tage mit einem Freund geschehen. Und dabei war der Aufh\u00e4nger nicht einmal b\u00f6s\u00b4 gemeint; aber manchmal regt mich die Art mancher Leute etwas auf.<\/p>\n<p>Im Grunde ging es um etwas ganz Triviales: Ist ein R\u00e4tsel nur dadurch schlecht, weil man es f\u00fcr sich nicht als vorteilhaft ansieht und damit an dessen L\u00f6sung nicht interessiert ist. Oder in die Richtung; denn so richtig verstehen konnte ich seine Argumentation nicht, da er eigentlich bei nahezu allem, was die Informatik anbetrifft von vornherein mit einer gewissen Abneigung herangeht (wie es mir immer scheint).<\/p>\n<p>Aber gut, lassen wir den pers\u00f6nlichen Teil, der Grund f\u00fcr diesen Post war, denn dieser ist soweit mit dem Betroffenen gekl\u00e4rt. Viel interessanter ist eh der Punkt zur Einstellung bei der Herangehensweise an Aufgaben im Allgemeinen und bei diesem kam doch in der anschlie\u00dfenden Diskussion eine ganze Reihe verschiedener Punkte zu Tage.<!--more--><\/p>\n<h2>Allgemeine Einstellung<\/h2>\n<p>Da w\u00e4re zu erst einmal die allgemeine Einstellung zu Themen jeglicher Art. Dass da jeder seine Pr\u00e4ferenzen hat, ist durchaus bekannt und auch, dass auf Grund dieser Pr\u00e4ferenzen jeder anders an bestimmte Aufgaben herangeht. So hat jeder seine Vorz\u00fcge und eine Aufgabe die genau auf diese passt, wird von vornherein besser angenommen, als eine Aufgabe in einem nicht so beliebten Bereich. In der Hinsicht sind alle gleich; unterschiedlich ist hier die Auspr\u00e4gung dieser Neigung, unbeliebte Aufgaben vorzuverurteilen und damit seine Herangehensweise durch Unlust zu f\u00e4rben.<\/p>\n<p>Ein Beispiel aus dem eigenen Erleben: K\u00fcchenarbeit ist nun wirklich nicht jedermanns Ding. Und wenn man die Wahl hat, an einem Kreuzwortr\u00e4tsel weiterzuarbeiten, oder in die K\u00fcche zu Wechseln, wird in den meisten F\u00e4llen das Kreuzwortr\u00e4tsel gewinnen, sei denn, die K\u00fcchenarbeit \u00fcbt einen gewissen Druck aus &#8230; Naja, wie man&#8217;s kennt halt. Was jetzt nicht zwingend hei\u00dft, dass Kreuzwortr\u00e4tsel spannend sind, aber ihr wisst, was ich meine &#8230;<\/p>\n<p>Und soweit seh ich das auch als normal an, dass man verschiedene Aufgaben unterschiedlich wichtet. Wo die Diskussion nun etwas eskalierte, war der Punkt, wo ich ihn auf seine Studienrichtung ansprach, die er (zu meinem Daf\u00fcrhalten) zu gro\u00dfen Teilen als &#8222;unwichtig&#8220; bzw. &#8222;uninteressant&#8220; bezeichnete und ich ihm daher nahegelegt habe, seine Entscheidung diesbez\u00fcglich zu \u00fcberdenken. Das war weder b\u00f6s gemeint, noch abwertend gegen\u00fcber seinen Leistungen, sondern einfach meine ehrliche Meinung, die etwas mit meiner Herangehensweise an unliebsame Aufgaben zu tun hat: Offen sein f\u00fcr Neues und nichts vorverurteilen.<\/p>\n<h2>Vorurteile<\/h2>\n<p>Vorurteile sind schlimm. Aber schlimmer sind diejenigen, die diese ohne sie zu hinterfragen als ihre Einstellung aufnehmen und somit ohne eine Aufgabe im Detail zu kennen, diese als uninteressant abzutun: <a href=\"http:\/\/www.khalisi.com\/jokes\/mathe\/mathjokes.html\">Wo doch alles interessant sein kann!<\/a> Und wer jetzt fand, das sei uninteressant, best\u00e4tigt doch wieder meine These \ud83d\ude09 Scherz beiseite: Meiner Meinung nach sollte man f\u00fcr jede Art von Information offen sein, da man nur durch assoziieren von Neuem mit Bekanntem etwas lernt und man (nicht nur als Wissenschaftler) durch lebenslanges Lernen am Gl\u00fccklichsten ist. Sicherlich ist es manchmal sinnvoll, eine gewisse Vorsortierung der Dinge vorzunehmen, mit denen man sich besch\u00e4ftigt, dies ist aber im Gegensatz zu Vorurteilen kein Dogma und kann somit von Situation zu Situation sich unterscheiden &#8211; wodurch trotz Filterung doch ein breiterer Ideenschatz einem zur Verf\u00fcgung steht.<\/p>\n<p>Wenn man also wieder einmal darauf hingewiesen wird, man sollte doch schauen, dass einem die Arbeit mehr Spa\u00df bereitet und nicht so vorverurteilend bestimmte Teilgebiete vollkommen aus blenden, so darf man dies ruhig als gutgemeinte Erinnerung wahrnehmen, aus seinen verkrusteten Denkans\u00e4tzen auszubrechen und sich auf neue Gebiete zu st\u00fcrzen.<\/p>\n<h2>Enthusiasmus bei der Arbeit<\/h2>\n<p>Nichts ist langweiliger als frustrierende Arbeit. Das kennt auch sicherlich jeder. Man sitzt an einem Problem, was am Besten vor langer Zeit h\u00e4tte fertig sein sollen, und kommt nicht vorw\u00e4rts &#8211; vielleicht allenfalls zur\u00fcck an den Ausgangspunkt. Sowas frustriert und steigert nicht gerade das Interesse etwas fortzuf\u00fchren. Doch ein positiver Ansatz und eine freudige Einstellung helfen durchaus weiter. Eine Aufgabe, die ohne entsprechende Lust angegangen wird, dauert nicht nur l\u00e4nger, sondern man beh\u00e4lt nichts von dem, was man aus ihrer L\u00f6sung h\u00e4tte lernen k\u00f6nnen, um zuk\u00fcnftige Aufgaben dieser oder \u00e4hnlicher Art zu l\u00f6sen.<\/p>\n<p>Jeder Spieler wei\u00df, das Leben ist ein Spiel: mit geiler Grafik, aber schei\u00df Story &#8211; aber was hindert einen daran, die Story selbst zu gestalten? Kombiniert man Notwendiges mit Freudigem, geht beides leichter von der Hand. Wenn also wieder einmal die Entscheidung zwischen Kreuzwortr\u00e4tsel und K\u00fcchenarbeit steht, darf man ruhig das Kreuzwortr\u00e4tsel mitnehmen und f\u00fcr jeden abgewaschenen Teller das n\u00e4chste Wort im Raster eintragen. Oder aber sich Begleitung suchen, die einem hilft, mit der Arbeit schneller fertig zu werden und einem die Aufgabe angenehmer zu gestalten.<\/p>\n<p>Wenn man also mehr die Aufgaben als Herausforderungen nimmt und diese mit angenehmen kombiniert, wird das Leben nicht nur viel angenehmer, sondern man kann auch viel mehr erleben, als wenn man engstirnig in seinem Elfenbeinturm herumsitzt, weil man alles andere aus seinem Leben schon ausgeblendet hat.<\/p>\n<p class=\"wp-flattr-button\"><a href=\"https:\/\/blog.benny-baumann.de\/?flattrss_redirect&amp;id=53&amp;md5=b1fd931da39b3713bb987469800cb5c4\" title=\"Flattr\" target=\"_blank\"><img src=\"http:\/\/blog.benny-baumann.de\/wp-content\/plugins\/flattr\/img\/flattr-badge-large.png\" srcset=\"http:\/\/blog.benny-baumann.de\/wp-content\/plugins\/flattr\/img\/flattr-badge-large.png\" alt=\"Flattr this!\"\/><\/a><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Manche Diskussionen sind einfach nur hirnrissig. 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