{"id":1142,"date":"2012-01-07T07:29:48","date_gmt":"2012-01-07T06:29:48","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.benny-baumann.de\/?p=1142"},"modified":"2012-02-23T20:55:36","modified_gmt":"2012-02-23T19:55:36","slug":"gruben-rettung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.benny-baumann.de\/?p=1142","title":{"rendered":"GRUBen-Rettung"},"content":{"rendered":"<p>Immer wieder einmal schafft man, oder ein anderer, es, sich eine Grube zu graben, aus der der eigene arme Pinguin nicht mehr herauskommt und daher den Dienst verweigert. Bevor man aber das gro\u00dfe Reinstall versucht, reicht es in der Regel, den Bootloader einfach neu zu schreiben. Hierzu sind folgende Schritte ein recht einfacher Weg, wobei die wesentlichen Teilschritte sind, ein Live-System zum Laden des eigenen OS zu booten und der zweite, mit Hilfe der Tools von Grub das Loch im Master Boot Record zu schlie\u00dfen.<!--more--><\/p>\n<p>Als Live-System f\u00fcr die Rettung kommt hierbei theoretisch jedes lauff\u00e4hige Linux in Frage, welches genauso viel Bit intus hat, wie das System auf der eigenen Platte, und dessen Altersunterschied zum installierten OS nicht bevorzugter Weise in Epochen gemessen werden sollte: Kurzum, wenn Live-OS und das installierte OS die gleiche Distri und Architektur haben, macht man in der Regel nichts falsch. Starten wir also z.B. unser Ubunterschichten-OS in Version 11.10 mit 64 Bit und \u00f6ffnen eine Konsole, in der wir als erstes mal f\u00fcr ausreichende Kooperation durch das System sorgen:<\/p>\n<pre lang=\"bash\">sudo su<\/pre>\n<p>Anschlie\u00dfend sollte man sich mit<\/p>\n<pre lang=\"bash\">fdisk -l<\/pre>\n<p>anschauen, wo die eigene System-Platte von Linux liegt, da wir diese gleich brauchen, um uns das theoretisch lauff\u00e4hige System zu mounten. Wenn unsere Systemplatte also \/dev\/sdd2 ist, m\u00fcssen wir folgendes tun:<\/p>\n<pre lang=\"bash\">cd \/mnt\r\nmkdir linux\r\nmount \/dev\/sdd2 linux\r\nmount --bind \/dev linux\/dev\r\nmount -t proc none linux\/proc\r\nmount -t sysfs sysfs linux\/sys<\/pre>\n<p>Wurde alles erfolgreich geschluckt, kann es nun daran gehen, unser boot-unwilliges System zu be-treten:<\/p>\n<pre lang=\"bash\">chroot linux<\/pre>\n<p>Wenn wir nun als &#8222;root@ubuntu:\/#&#8220; unser Dasein fristen, k\u00f6nnen wir ohne gro\u00dfe Umwege fortfahren und zwei kleine Anpassungen vornehmen, um unser Gruben-Grabger\u00e4t auf die gro\u00dfartig unifizierte Wiederbeschuhungsma\u00dfnahme vorzubereiten:<\/p>\n<pre lang=\"bash\">grep -v rootfs \/proc\/mounts > \/etc\/mtab<\/pre>\n<p>Danach sollte man, in Abh\u00e4ngigkeit der Ursache f\u00fcr die kaputte Boot-Konfiguration ggf. einmal mit etwas Geschick sein System Updaten und evtl. besch\u00e4digte Pakete reparieren lassen. Insbesondere das Vorhandensein von linux-generic, linux-image-generic, linux-headers-generic und grub-pc ist eine notwendige Bedingung f\u00fcr den Erfolg der Operation am toten Patienten.<\/p>\n<p>Hat man sein System bef\u00e4higt ein korrektes Kernel-Image vorzuhalten, geht es nun an die eigentliche Reparatur des Beschuhungsmechanismus:<\/p>\n<pre lang=\"bash\">grub-install --recheck \/dev\/sdd<\/pre>\n<p>wobei \/dev\/sdd die zu startende Festplatte und grub-install &#8211;recheck ein von den Grub-Entwicklern als deprecated gebrandmarktes, n\u00fctzliches Utility ist, dessen Ausf\u00fchrung im Zweifelsfall genau DAS ist, was uns den Bootloader wiederherstellt. Lief n\u00e4mlich alles korrekt ab, hat dieser Befehl eine Reihe erkannter Betriebssysteme und unter ungl\u00fccklichen Umst\u00e4nden auch Windows oder MacOS gefunden. Wenn nicht, kann man sein Gl\u00fcck ja mal mit der SuperGrubDisk probieren.<\/p>\n<p>Aber nunja, war dieser Schritt erfolgreich, geben wir einmalig exit ein und best\u00e4tigen unsere Absicht mit reboot. Danach sollte das System wieder wie gew\u00fcnscht eine Grube anzeigen, in der wir das Linux unserer Wahl, oder andere Multifunktionsbootsektorviren ausf\u00fchren k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Hat das chroot nicht geklappt, wegen einer falschen Architektur, sollte man es mit einem anderen Live-System versuchen. Findet er hingegen keine Betriebssysteme, muss man die Situation etwas genauer analysieren. In jedem Fall sollte man nach dem ersten Mal Booten in das reparierte Linux noch einmal die Grube mit update-grub aktualisieren, bevor man wieder entspannt das reparierte System genie\u00dft.<\/p>\n<p class=\"wp-flattr-button\"><a href=\"https:\/\/blog.benny-baumann.de\/?flattrss_redirect&amp;id=1142&amp;md5=8dd9925da676444913204b68f046dd6f\" title=\"Flattr\" target=\"_blank\"><img src=\"http:\/\/blog.benny-baumann.de\/wp-content\/plugins\/flattr\/img\/flattr-badge-large.png\" srcset=\"http:\/\/blog.benny-baumann.de\/wp-content\/plugins\/flattr\/img\/flattr-badge-large.png\" alt=\"Flattr this!\"\/><\/a><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Immer wieder einmal schafft man, oder ein anderer, es, sich eine Grube zu graben, aus der der eigene arme Pinguin nicht mehr herauskommt und daher den Dienst verweigert. Bevor man aber das gro\u00dfe Reinstall versucht, reicht es in der Regel, den Bootloader einfach neu zu schreiben. 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