{"id":450,"date":"2009-12-05T16:23:06","date_gmt":"2009-12-05T15:23:06","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.benny-baumann.de\/?p=450"},"modified":"2009-12-05T16:38:08","modified_gmt":"2009-12-05T15:38:08","slug":"medienkompetenz-blogkommentare","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/blog.benny-baumann.de\/?p=450","title":{"rendered":"Medienkompetenz: Blogkommentare"},"content":{"rendered":"<p>Derzeit entsteht in einer Reihe von Blogs eine Artikelserie zur Medienkompetenz, in der neben <a href=\"http:\/\/blog.koehntopp.de\/archives\/2696-Blogstoeckchen-Medienkompetenz.html\">Isotopp zum Thema Wikipedia<\/a>, <a href=\"http:\/\/blog.fefe.de\/?ts=b5ef5deb\">Fefe zum Lesen von Interviews<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.orkpiraten.de\/blog\/medienkompetenz-dinge-finden-im-internet\">den Orkpiraten zum Suchen und Finden von Dingen<\/a> auch bereits einige andere Themen wie den Umgang mit <a href=\"http:\/\/www.martoks-place.de\/2009\/11\/medienkompetenz-im\/\">Instant Messengern<\/a> erkl\u00e4rt haben.<\/p>\n<p>Nun m\u00f6chte auch ich etwas zu dieser Artikelserie beisteuern und werde dabei etwas zum Thema Blogs und im Speziellen Kommentare in diesen schreiben. Dabei m\u00f6chte ich weniger auf die rechtlichen Dinge eingehen, da diese kaum jemand vollst\u00e4ndig \u00fcberblickt, sondern insbesondere auf den Umgang mit Blogs als Leser und Konsument.<!--more--><\/p>\n<p>Der Ursprung von Blogs ist hierbei in &#8222;Aktivit\u00e4tstageb\u00fcchern&#8220; zu suchen, in denen die ersten Schreiber die Dinge zusammengefasst haben, die sie w\u00e4hrend Ihrer Online-Zeit entdeckt haben und anderen mitteilen wollten. Auch wenn &#8222;Webtagebuch&#8220; eine gel\u00e4ufige \u00dcbersetzung f\u00fcr Weblog ist, ist sie irref\u00fchrend, da ein Tagebuch in der Regel geheim ist, also das genaue Gegenteil der meisten Blogs, in denen der Autor Dinge von sich oder seinen Aktivit\u00e4ten erz\u00e4hlt. Viel besser w\u00e4re hier die \u00dcbersetzung der beiden Teilbegriffe &#8222;Web&#8220; und &#8222;Log&#8220;, aus denen Blog einmal entstanden ist. Das sich daraus ergebende &#8222;Web-Fahrtenbuch&#8220; bzw. &#8222;Web-Aktivit\u00e4tsprotokoll&#8220; trifft den Kern dann auch schon durchaus pr\u00e4ziser.<\/p>\n<p>Wenn man einen Blog als pers\u00f6nliches Aktivit\u00e4tsprotokoll auffasst, so ergibt sich neben dem grundlegend zu beachtenden Bias, den jede pers\u00f6nliche Darstellung beinhaltet auch eine Reihe anderer Punkte, die beim Nutzen von Blogs zu beachten ist. Neben dem Artikel selbst, den man in einem Blog liest, sollte man sich daher auch ansonsten ein wenig umschauen, um Dinge wie die Geschichte, die Aktivit\u00e4t des Autors, bzw. dessen Bias zu untersuchen. Gerade in meinungsbildenden Blogs wie <a href=\"http:\/\/netzpolitik.org\/\">Netzpolitik<\/a> kann das Betrachten gerade \u00e4lterer Beitr\u00e4ge viel \u00fcber die Art und Weise verraten, wie man einen konkreten, aktuellen Beitrag verstehen muss.<\/p>\n<p>Zus\u00e4tzlich von Interesse kann zudem sein, was der Schreiber als Ziel bzw. Leitfaden seines Blogs sieht. Diese Information findet man manchmal in den Anfangszeiten eines Blogs oder <a href=\"http:\/\/blog.fefe.de\/faq.html\">in Form einer FAQ<\/a>.<\/p>\n<p>Wenn man einmal den Bias und ein wenig \u00fcber die Hintergr\u00fcnde zum Blog und dessen Schreiber(n) wei\u00df, kann man sich dem konkreten Beitrag widmen. Je nach Art des Schreibers und dessen Intentionen k\u00f6nnen hierbei eine ganze Reihe von Formaten auftauchen. Neben journalistischen Reportagen, die man auch als solche lesen sollte, tauchen hierbei oftmals auch Anleitungen, Erlebnisberichte und eine vielzahl anderer Formen auf. Dabei ist insbesondere bei Artikeln, die eine Meinung darstellen, bzw. als Kommentar rund um aktuelles Geschehen zu verstehen sind Vorsicht geboten. Hierbei  sollte das Wissen \u00fcber den Bias des Schreibers als Grundlage f\u00fcr den Interpretationskontext verwendet werden.<\/p>\n<p>Hat man dann den Beitrag verstanden, bieten eine ganze Reihe von Blogs die M\u00f6glichkeit, Kommentare zu einem Beitrag abzusenden, w\u00e4hrend andere &#8211; aus unterschiedlichen Gr\u00fcnden heraus &#8211; diese M\u00f6glichkeit nicht anbieten. Auch hier ist wieder etwas \u00dcberlegung angebracht, da allein die Art, wie man als Benutzer Kommentare anbringen kann, bereits viel \u00fcber die Meinungsbildung verr\u00e4t. Keine der hierbei m\u00f6glichen Vorgehensweisen ist dabei per se schlecht. W\u00e4hrend <a href=\"https:\/\/blog.fefe.de\/\">Fefe<\/a> in seinem Blog Kommentare nur via Email (eine explizite Bewertung durch den Autor mit vorheriger Pr\u00fcfung und Kommentierung) zul\u00e4sst, ist in meinem Blog grunds\u00e4tzlich jedem Nutzer das Kommentieren erlaubt, solange es sich nicht um offensichtlichen Spam handelt (Freischaltung ohne wesentliche Inhaltspr\u00fcfung). In anderen Blogs entf\u00e4llt diese Pr\u00fcfung sogar oftmals ganz, was i.d.R. eine nachtr\u00e4gliche Entfernung unerw\u00fcnschter Kommentare bedeutet. Die Praxis, wie mit Kommentaren umgegangen wird, sollte daher auch in die Bewertung des Gelesenen eingehen.<\/p>\n<p>Neben den direkten Kommentaren zu einem Blogeintrag gibt es ferner die M\u00f6glichkeit, in seinem eigenen Blog einen Artikel zu den gelesenen Inhalten zu erg\u00e4nzen und diesen via Trackback, bzw. Pingback (automatische R\u00fcckmeldung durch die Software) in die Reihe der Kommentare aufnehmen zu lassen. Die Anzahl und Qualit\u00e4t der hierbei entstehenden R\u00fcckmeldungen gibt neben einem Meinungsbild der Leser auch einen Einblick in die Reichweite des Blogs und damit eine Indikation der Bedeutung des Themas. Auch das Umfeld, in dem ein Blogautor schreibt, kann hieraus erkennbar werden.<\/p>\n<p>Ist nun neben dem Verst\u00e4ndnis des Beitrags und dessen Kontext, seiner Reichweite und ggf. zeitlichen Zusammenh\u00e4ngen der Weg zu einem eigenen Kommentar geebnet, ist das Wichtigste, sich zu \u00fcberlegen, was man anderen in seinem Kommentar mitteilen m\u00f6chte. Wer auf einen langen, ausgearbeiteten Blogeintrag mit &#8222;Wahnsinn!!!!!1elf!!&#8220; oder dergleichen antwortet, stellt sich selber in ein schlechtes Licht und bringt in Bezug auf den Respekt gegen\u00fcber der geleisteten Arbeit nur wenig Verst\u00e4ndnis auf. Auch Kommentare, die am Inhalt des Beitrags wesentlich vorbeigehen stellen ein ebenso schlechtes Bild \u00fcber den Kommentator her, wie Beitr\u00e4ge mit unn\u00f6tig vielen Rechtschreibfehlern.<\/p>\n<p>M\u00f6chte man seine eigene Meinung zu einem Blogeintrag beitragen, so sollte man beachten, dass man dies in einem \u00f6ffentlichen Diskursraum tut, d.h. man dem Autor diese Stellungnahme i.a.R. nicht privat zusendet, sondern f\u00fcr jeden Erkennbar mit seinem Namen (bzw. einem Pseudonym) einen <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kommentar_(Journalismus)\">Beitragskommentar<\/a> verfasst, bzw. sich <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Die_Ordnung_des_Diskurses\">in einem Diskurs befindet<\/a> und zu diesem beitr\u00e4gt. <\/p>\n<p>Dementsprechend sollte der eigene Beitrag die \u00fcblichen Umgangsformen ber\u00fccksichtigen, etwas Neues bringen, bzw. Gesagtes unterst\u00fctzen oder widerlegen, und vor allem Respekt gegen\u00fcber den beteiligten Personen (ob anwesend oder indirekt beiteiligt) wahren. Zudem sollte man beachten, dass sowohl Beitr\u00e4ge in einem Blog, ob als Ausgangspunkt der Diskussion oder als Teil der Beitragskommentare, eine Meinung des jeweiligen Autors darstellen, die in der Regel auch l\u00e4ngerfristig einsehbar bleiben. Man sollte daher, wenn man sich an einer Diskussion beteiligt, auch l\u00e4ngerfristig zu seinen Aussagen stehen, bzw. sich nicht sch\u00e4men m\u00fcssen.<\/p>\n<p>In diesem Sinne w\u00fcnsche ich mir zahlreiche Kommentare zu diesem und zu anderen Themen, die auch mir als Autor eines Blogpostings neue Einblicke verschaffen.<\/p>\n<p class=\"wp-flattr-button\"><a href=\"http:\/\/blog.benny-baumann.de\/?flattrss_redirect&amp;id=450&amp;md5=10d28e4cae0033bb5f2317acbab54b2f\" title=\"Flattr\" target=\"_blank\"><img src=\"http:\/\/blog.benny-baumann.de\/wp-content\/plugins\/flattr\/img\/flattr-badge-large.png\" srcset=\"http:\/\/blog.benny-baumann.de\/wp-content\/plugins\/flattr\/img\/flattr-badge-large.png\" alt=\"Flattr this!\"\/><\/a><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Derzeit entsteht in einer Reihe von Blogs eine Artikelserie zur Medienkompetenz, in der neben Isotopp zum Thema Wikipedia, Fefe zum Lesen von Interviews, den Orkpiraten zum Suchen und Finden von Dingen auch bereits einige andere Themen wie den Umgang mit Instant Messengern erkl\u00e4rt haben. 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